Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie mit Schwerpunkt tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Prof. Dr. Matthias Volz
Prof. Dr. rer. nat. Matthias Volz
Professur für klinische Psychologie und Psychotherapie
Biographie
Seit 2026 ist Matthias Volz Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie mit Schwerpunkt tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) an der HMU Health and Medical University am Campus Düsseldorf.
Von 2021 bis 2026 war er Postdoc am Institut für Psychologie der Universität Kassel im Fachgebiet Klinische Psychologie und Psychotherapie am Lehrstuhl von Prof. Dr. Cord Benecke. Dort forschte und lehrte er insbesondere zu psychodynamischer Psychotherapieforschung, Qualitätssicherung in der ambulanten Psychotherapie und klinisch-psychologischer Diagnostik. Im Sommersemester 2024 vertrat er die Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Mannheim.
Matthias Volz studierte zunächst Internationale Betriebswirtschaftslehre und schloss das Studium als Dipl.-Betriebswirt ab. Nach zweijähriger Berufstätigkeit studierte er Psychologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2015 bis 2021 absolvierte er die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten am Heidelberger Institut für Psychotherapie und erhielt die Approbation mit Fachkunde in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie (TP). Parallel dazu war er von 2017 bis 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik am Universitätsklinikum Heidelberg. Er promovierte 2018 an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema Timing is everything – the influence of early depressive symptoms and general self-efficacy on post-stroke depression. A longitudinal analysis.
Lehrveranstaltungen
An der HMU liegt der Fokus von Matthias Volz auf der Vermittlung psychodynamischer Konzepte und Kompetenzen im klinischen Master in den Bereichen Verfahrens- und Störungslehre sowie berufsqualifizierender Tätigkeit. Außerdem lehrt Matthias Volz zu den Themen Qualitätssicherung und Methoden der Psychotherapieforschung.
Zuvor lehrte er an der Universität Kassel im Bachelorstudiengang Psychologie und im klinischen Masterstudiengang nach neuer Approbationsordnung. Seine Lehrveranstaltungen umfassten unter anderem psychodynamische Interventionen, klinisch-psychologische Projektseminare und Veranstaltungen zu datengestützter Qualitätssicherung. Zudem ist Matthias Volz Dozent im Bereich Neuropsychologie, insbesondere zu psychometrischer Einzelfalldiagnostik und Depression nach Schlaganfall.
Forschung
Die Forschung von Matthias Volz verbindet psychodynamische Psychotherapieforschung mit Aspekten der Versorgungsforschung. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Qualitätssicherung in der ambulanten Psychotherapie. Im Rahmen des QVA-Projekts (Qualitätsmerkmale und Versorgungsrelevanz psychotherapeutischer Ambulanzen) entwickelt und beforscht er Möglichkeiten einer datengestützten, praxisnahen und für die klinische Arbeit nützlichen Qualitätssicherung, die Behandler:innen systematisches Feedback für ihre klinische Arbeit bereitstellt.
Darüber hinaus beschäftigt sich Matthias Volz mit der Weiterentwicklung psychodynamischer Diagnostik, insbesondere im Bereich unbewusster Konflikte. Dami soll eine systematische und routinemäßige Erfassung unbewusster Konflikte sowohl für die Forschung als auch für die klinische Praxis erleichtert werden.
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Depression nach Schlaganfall. Im Verbund mit Kooperationspartner:innen untersucht Matthias Volz Prädiktoren, Verläufe und klinische Einflussfaktoren depressiver Symptomatik nach Schlaganfall, unter anderem mit längsschnittlichen Analysen, Netzwerkansätzen und strukturgleichungsmodellierenden Verfahren. In diesem Zusammenhang ist er an der Entwicklung und Evaluation integrativ-psychodynamischer Behandlungsansätze für Betroffene nach Schlaganfall beteiligt.
Matthias Volz ist Mitglied in verschiedenen Fachgesellschaften und wissenschaftlichen Arbeitsgruppen, unter anderem im Arbeitskreis Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD), in der Deutschen Fachgesellschaft für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (DFT), in der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) sowie in der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs).
Publikationen
Eine Übersicht über die Veröffentlichungen finden sich hier:
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