Räumlichkeiten vom MSH Campus Arts and Social Change

„Psychologie, solange ich denken kann“

Pia und Jule studieren Psychologie bzw. Psychotherapie am HMU-Campus Düsseldorf/Krefeld. Warum sie sich für diese Studiengänge und für die HMU entschieden haben, wie es am noch jungen Campus im Medienhafen läuft und welche Lernstrategien am besten funktionieren, verraten sie im Steckbrief.

Pia (l.) und Jule studieren an der HMU im Düsseldorfer Medienhafen (Foto: privat)

Warum Psychologie/Psychotherapie?

Pia, Bachelorstudentin Psychologie: „Mich interessiert die Psychologie seit vielen Jahren. Nach dem Abi habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer forensischen Psychiatrie absolviert, das hat mich zusätzlich motiviert. Jetzt, im zweiten Semester, bin ich überzeugter denn je, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.“

Jule, Masterstudentin Psychotherapie: „Solange ich denken kann, hat mich die Psychologie fasziniert. Ich arbeite gern mit Menschen und möchte helfen , allerdings wäre mir die Medizin zu blutig. Der Psychotherapeuten-Notstand in Deutschland und die Erfahrungen aus meinem Praktikum während des Bachelorstudiums in Ulm haben mich zusätzlich bestärkt, den Master in Psychotherapie zu absolvieren.“

Warum die HMU?

Jule: „Die Masterstudienplätze an staatlichen Unis sind begrenzt, also habe ich mich mit Privatuniversitäten beschäftigt, die den Studiengang anbieten. Was mich an der HMU überzeugt hat, waren die familiäre Atmosphäre und die kleinen Gruppen. Im Bachelorstudium waren wir 180 Studierende. Da hat in den Vorlesungen niemand eine Frage gestellt, alles war sehr anonym. Den Ausschlag für meine Entscheidung hat aber die Präsenzlehre gegeben, denn mir ist es wichtig, gemeinsam zu lernen. Und ich konnte in mein Heimatland NRW zurückziehen, das war mir ebenfalls wichtig.“

Pia: „Für mich stand fest, dass ich approbationskonform studieren wollte, obwohl ich noch nicht sicher bin, in welche Richtung ich später beruflich gehen möchte. Ich wollte mir einfach die Option offenhalten, auch therapeutisch tätig zu sein. Da ich an staatlichen Unis keine Aussicht auf einen Studienplatz hatte, bin ich bei meiner Suche auf die HMU und eine weitere private Uni in Düsseldorf gestoßen. Für die HMU habe ich mich entschieden, weil hier der medizinisch-gesundheitliche Aspekt im Fokus steht – und weil der Standort im Medienhafen super ist. Hier fühle ich mich wohl.“

Wie läuft’s am noch jungen HMU-Campus?

Jule: „Während des ersten Semesters hat sich unglaublich viel entwickelt. Der Studierendenrat wurde aufgebaut. Zusätzlich habe ich die Idee für ein Komitee entwickelt, das soziale Projekte unterstützt; denkbar wären beispielsweise DKMS-Typisierungsaktionen, die Unterstützung des Kältebusses für Obdachlose oder eine aktive Beteiligung im Tierschutz. In diesem Komitee können Studierende auch ohne große finanzielle Mittel etwas Gutes tun.“

Pia: „Für mich ist es auch spannend zu sehen, wie sich der Campus erweitert. Jetzt im zweiten Semester gibt es neue Lehrende und neue Räumlichkeiten. Das Uni-Leben nimmt Fahrt auf. Außerdem habe ich mit drei Kommilitonen das Ersti- und Event-Komitee gegründet und mit einem kleinen Team die Ersti-Woche organisiert. Die kam sehr gut an und hat auch uns großen Spaß gemacht. Das Schöne ist, dass man sich hier engagieren kann und dafür auch etwas zurückbekommt.

Wie ist die Lehre?

Pia: „Nachdem mein Abi nicht ganz so gut lief, hatte ich zu Beginn des Studiums Bedenken, vor allem in Bezug auf naturwissenschaftliche Inhalte und Statistik. Aber die Betreuung an der HMU ist so gut, die Dozenten stehen auch abseits der Lehrveranstaltungen für Fragen zur Verfügung. Wenn wir etwas nicht verstehen, helfen kurze Gespräche vor oder nach einer Vorlesung. Auch wenn ich mich im ersten Semester durch die naturwissenschaftlichen Themen durchbeißen musste, bin ich mit meinen Ergebnissen sehr zufrieden und freue mich auf alles, was noch kommt.“

Jule: „In der Psychotherapie haben wir ein sehr junges Lehrenden-Team, sie begegnen uns auf Augenhöhe und das ist total angenehm. Fachlich sind sie ebenfalls sehr gut und wir hatten schon im ersten Semester in jedem Modul verschiedene Rollenspiele. Sehr gezielt wurden wir beispielsweise auf eine mündliche Prüfung vorbereitet, indem wir Erstgespräche intensiv trainiert haben. Das sorgt für Gelassenheit in der Prüfungssituation. Und für gute Ergebnisse.“

Welche Lernstrategien funktionieren am besten?

Jule: „Für die Klausuren habe ich überwiegend mit Karteikarten gelernt. In Statistik und Diagnostik habe ich zusätzlich handschriftliche Zusammenfassungen erstellt, weil das die Inhalte nochmal besser im Gedächtnis verankert. Und wir haben uns in Kleingruppen getroffen und zusammen die Themen durchgesprochen. Dieser Mix funktioniert sehr gut.“

Pia: „Für die Single-Choice-Klausuren habe ich viel auswendig gelernt. In manchen Fächern war das sehr viel. Da habe ich Anki-Karteikarten genutzt und ebenfalls Zusammenfassungen in meinen College-Block geschrieben. Für die Freitextthemen habe ich mir mehr Zeit genommen, um sie wirklich zu verstehen. Andere haben nur auswendig gelernt. So findet jeder seinen eigenen Weg, wie das Lernen am besten funktioniert.“

Wie geht’s weiter?

Pia: „Das zweite Semester begeistert mich gerade sehr. Es macht einfach alles Spaß. Außerdem werde ich als studentische Hilfskraft an der neuen Hochschulambulanz tätig sein und für Frau Höller arbeiten. Da bekomme ich dann noch einmal andere Einblicke, das wird bestimmt spannend.“

Jule: „In diesem Semester müssen wir zusätzlich zu den Klausuren vier Berichte anfertigen, darauf könnte ich gut verzichten. (Sie lacht.) Aber im dritten Semester stehen dann die Praktika an, und darauf freue ich mich sehr. Ich werde an der Hochschulambulanz und in einer Klinik arbeiten. In einigen Kliniken hatte ich mich selbst beworben, aber da sind die Praktikumsplätze schon bis Ende nächsten Jahres vergeben. Zum Glück teilt die HMU uns bei Bedarf Plätze zu.“